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Was kostet es ein Industrieunternehmen eigentlich, einen Batteriespeicher selbst zu kaufen? Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach so beantworten. Deshalb hat unser Produktteam die Investitionskosten für Großbatteriespeicher über mehrere…

Was kostet es ein Industrieunternehmen eigentlich, einen Batteriespeicher selbst zu kaufen? Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach so beantworten. Deshalb hat unser Produktteam die Investitionskosten für Großbatteriespeicher über mehrere Anbieter hinweg verglichen und in klare Kostenblöcke unterteilt. So können Sie die Investitionskosten für Ihren eigenen Speicher hochrechnen – denn je nach Größe und Anschlussart gibt es hier deutliche Unterschiede.
Wie teuer eine Batteriespeicherinvestition wird, hängt entscheidend davon ab, wie er ans Netz angeschlossen ist. Hier gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Varianten:
Streng genommen ist das zunächst nur eine Frage des Anschlusspunkts, nicht der Größe. In der Praxis hängen aber beide Faktoren eng zusammen: BtM-Anlagen sind durch die Last eines einzelnen Standorts begrenzt und bleiben deshalb meist im ein- bis niedrigen zweistelligen MW-Bereich. FtM-Projekte sind dagegen eigenständige Anlagen ohne diese Begrenzung – sie skalieren praktisch beliebig und starten meist im zweistelligen MW-Bereich.
Weil sich BtM- und FtM-Projekte so grundlegend unterscheiden, lassen sich ihre Kosten auch nicht über einen Kamm scheren. Die Werte in diesem Artikel stammen deshalb aus unserer eigenen Projekterfahrung. Unser Produktteam hat die realen Kostenpositionen aus unseren Speicherprojekten zusammengetragen und getrennt nach BtM und FtM auf die Kilowattstunde heruntergerechnet.
Damit stellt sich die nächste Frage: Woraus setzen sich diese Kosten pro Kilowattstunde eigentlich zusammen? Wir haben die Investitionskosten eines Speicherprojekts dafür in sechs Positionen aufgeschlüsselt:
Die Entwicklungskosten liegen bei einem kleinen BtM-Batteriespeicher bei 5–10 €/kWh (im Schnitt 7,50 €/kWh) und bei einem großen FtM-Batteriespeicher bei 3,50–7 €/kWh (im Schnitt 5,25 €/kWh).
Darunter fallen Gutachten, Bauanträge, Habitatsanalysen und Kartierungen, also alles, was vor dem eigentlichen Bau geklärt werden muss. Diese Position wird pro Kilowattstunde günstiger, je größer das Projekt ist, weil viele Einzelleistungen wie zum Beispiel ein Baugrundgutachten oder eine artenschutzrechtliche Prüfung als Festpreis anfallen und sich bei mehr Kapazität auf mehr Kilowattstunden verteilen.
Wichtig dabei: Es handelt sich um interne EPC-Kosten aus unseren eigenen Projekten, nicht um am Markt kommunizierte Angebotspreise. Und weil die Kosten je nach Standort spürbar variieren können, etwa in der Nähe von Natur- oder Wasserschutzgebieten, geben wir hier bewusst eine Spanne statt eines Einzelwerts an.
Das Batteriespeichersystem (BESS) kostet bei kleinen BtM-Batteriespeichern 158,55 €/kWh und bei großen FtM-Batteriespeichern 160,82 €/kWh.
Es ist damit die mit Abstand größte Einzelposition und die einzige, die sich praktisch nicht durch Skaleneffekte drücken lässt: Der Preis pro Batteriezelle bzw. -modul bleibt unabhängig von der Projektgröße nahezu gleich, da er größtenteils vom globalen Zellenmarkt bestimmt wird.
Die Mittelspannungskomponenten kosten bei kleinen BtM-Batteriespeichern 52,84 €/kWh und bei großen FtM-Batteriespeichern 21,48 €/kWh.
Hierunter fallen Übergabe- und Unterstationen für den Netzanschluss. Bei BtM-Projekten wird meist nur eine bestehende Übergabestation ertüchtigt oder eine kleinere Unterstation ergänzt. FtM-Projekte benötigen dagegen praktisch immer eine komplett neue Übergabestation. Das ist eine deutlich teurere Einzelinvestition, die sich aber über die größere Gesamtkapazität auf weniger Euro pro Kilowattstunde verteilt.
Die Bauleistungen kosten bei kleinen BtM-Batteriespeichern 72,74 €/kWh und bei großen FtM-Batteriespeichern 34,09 €/kWh.
Darunter fällt alles, damit der Speicher physisch am Standort aufgestellt werden kann: Fundamentarbeiten, Kabeltrassen, Aufstellung der Container. Ein Großteil dieser Arbeiten (Baustelleneinrichtung, Kranmiete, Erschließung) fällt unabhängig von der Anlagengröße in ähnlicher absoluter Höhe an. Bei größeren FtM-Projekten verteilen sich diese Fixkosten deshalb auf mehr Kilowattstunden und werden pro Einheit günstiger.
Die Umfeldmaßnahmen kosten bei kleinen BtM-Batteriespeichern 3,41 €/kWh und bei großen FtM-Batteriespeichern 14,34 €/kWh – hier dreht sich das Muster der anderen Positionen um.
Umfeldmaßnahmen umfassen Flächenbegradigungen, Straßenzubau, Sachverständigennachweise und Einzäunung. BtM-Anlagen entstehen auf bereits erschlossenem Industriegelände: Zufahrt, Zaun und ebene Fläche sind meist schon vorhanden. FtM-Anlagen stehen dagegen häufig auf bisher unerschlossenen Grundstücken, wo Zufahrtswege, Einzäunung und Flächenherrichtung komplett neu geschaffen werden müssen, deshalb ist die kleine BtM-Variante hier ausnahmsweise günstiger.
Die Reserve liegt bei kleinen BtM-Anlagen bei 4,00 €/kWh und bei großen FtM-Anlagen bei 1,67 €/kWh.
Dieser Puffer deckt Unvorhergesehenes ab, etwa unerwartete Bodenverhältnisse oder Bauverzögerungen. Auch er ist überwiegend ein Fixkostenblock und wird bei größeren Projekten pro Kilowattstunde günstiger.
Rechnet man alle sechs Kostenblöcke zusammen, ergibt sich das Gesamtbild pro Kilowattstunde:
Auffällig: Ein BtM-Speicher kostet pro Kilowattstunde deutlich mehr als ein FtM-Speicher. Der Grund liegt vor allem bei Mittelspannungskomponenten und Bauleistungen, diese Positionen enthalten viele Fixkosten, die sich bei einem kleineren Projekt auf weniger Kilowattstunden verteilen.
Doch was bedeutet das nun für ein konkretes Projekt? Multipliziert man diese Werte mit der jeweiligen Kapazität, ergeben sich folgende Investitionskosten:
Diese Zahlen wirken auf den ersten Blick vielleicht niedrig, vor allem im Vergleich zu Angeboten am freien Markt. Das hat einen klaren Grund: Wer ein bereits genehmigtes, baureifes ("Ready-to-Build") Speicherprojekt kauft, zahlt für die reine Entwicklungsleistung häufig 30–80 €/kWh. Das ist deutlich mehr als die 3,50–10 €/kWh, die bei uns anfallen. Der Unterschied entsteht durch das Risiko: Projektentwickler, die am Markt verkaufen, müssen einkalkulieren, dass Projekte scheitern. Die Kosten der gescheiterten Projekte werden auf die erfolgreichen umgelegt.
All diese Zahlen zeigen vor allem eins: Ein eigener Batteriespeicher ist eine erhebliche Investition. Muss diese Investition aber überhaupt selbst gestemmt werden? In unserem Battery-as-a-Service-Modell investieren wir in den Batteriespeicher. Statt einer Kapitalbindung über 15 bis 20 Jahre zahlen Sie nur für die tatsächliche Nutzung und senken Ihre Energiekosten so ab Tag eins.
Kein Problem! Sie müssen kein Batteriespeicherwissen aufbauen. Wir betreuen Ihr komplettes Batteriespeicherprojekt und beantworten stets alle Ihre Fragen.